Skitouren im Goms

Bis Weihnachten hat es dieses Jahr kaum geschneit im Goms. Die hohe Lage des Goms nützt nichts. So beginnt unsere Gomser Skitourenwoche mit Bergpunkt im Simplongebiet.

Tag 1 – Bärisal bis zu einem Hoger vor dem Bortelhorn

Wir fahren bis Bärisal an der Simplonstrasse. Hier im Schattenloch liegt auch auf tausenfünfhundert Metern genug Schnee. Es geht zügig los. Das Niveau der Gruppe ist hoch. Wir überqueren den Ganterbach und steigen durch steiles Gelände auf zur Bortelhütte. Beim Mittagessen in der Sonne schauen wir in’s nebelbedeckte Wallis. Ein seltener Anblick. Aufgrud der Verhältnisse steigen wir zu keinem Kamm oder Gipfel auf. Bei einem zufälligen Hoger bei zweitausendsechshundert Metern ist Schluss. Die Abfahrt ist auf den ersten Metern ganz gut. Bei den Stauden unterhalb der Bortelalp macht es weniger Spass. Wir kämpfen uns auf wenig Schnee bei fünfunddreissig bis vierzig Grad Steilheit durch das Gestrüpp. Die folgende langweilige Abfahrt auf der Forststrasse ist danach ein willkommener Ausklang.

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Tag 2 – Reckingen auf den Stockij

Die Tour beginnt direkt beim Hotel in Reckingen. Mit dem Skiern auf den Schultern durchqueren wir den hübschen alten Ortsteil. Bei der Langlaufloipe schnallen wir die Skier an und steigen über das Hobachtal Richtung Stockij auf. Es ist kalt. Die Sonne scheint dieses Tal im Winter nur selten zu erreichen. Wir scheinen nicht die ersten zu sein, die diesen Umstand bemerken. Die Alp auf dem Weg heisst passenderweise Chäller. Unter dem Grat erreichen wir endlich die Sonne. Wir kommen mit den Skiern ziemlich weit hoch zum Gipfel und ziehen sie nur für die letzten Meter aus. Auf dem breiten Plateau geniessen wir das Alpenpanorama in der Sonne.
Wir fahren über das Merzebachtal ab. Obenraus reicht der Schnee für ein paar Schwünge. Danach wird der Schnee knapp. Bei der Alp, die ebenfalls Chäler heisst, weichen wir von der Standardroute ab. Die Abfahrt über die Forststrasse ist bei den Schneeverhältnissen die bessere Wahl. Als wir bei Abmete nach Reckingen rein fahren steht die Sonne bereits tief. Bei der Loipe gönnen wir uns einen Glühwein. Ein langer Tag.

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Tag 3 – Ulrichen auf das Teltschehorn

Zwei Teilnehmer fallen heute aus. Nun bin ich der langsamte der Gruppe. Von Ulrichen steigen wir über die Nufenenpassstrasse auf. Es liegt wenig Schnee. Beim Aufstieg kommen wir in einem dunklen, kalten Loch entlang. Schon wieder eine Alp mit dem passenden Namen Chäller. Mir scheint die Gomser sind in der Flurnamenbenennung zwar akkurat, aber auch wenig kreativ. Wir geht gut voran und wir sind trotz mehr Höhenmeter früher auf dem Gipfel als am Vortag. Auf dem Teltschehorn geniessen wir die Rundsicht. Der Gipfelstein bietet eine kleine Kletterherausforderung.
Aufgrund der Schneelage verzichten wir auf die Abfahrt via das Lengtal. Wir fahren via Aufstiegsroute ab. Oberhalb der Baumgrenze schenkt uns der Triebschnee ein paar schöne Schwünge. Danach wird es mühsam. Für die Normalroute via Kitibächital liegt nicht genug Schnee, so folgen wir der Aufstiegsroute via Passstrasse und Karrwege zurück. Die Skier ab und zu auf den Schultern.

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Tag 4 – Oberwald in’s Gonerli (zu wenig Schnee Richtung Galmihorn)

Mit dem Ziel Richtung Galmihorn aufzusteigen ziehen wir in Oberwald los. Dort im Schattenhang könnte Schnee liegen. Der Aufstieg folgt einer Forststrasse. Bald öffnet sich vor uns ein leeres, hübsches Tal. Das Gonerli. So schön es hier ist: Schnee liegt kaum. Beim Aufstieg macht das noch wenig aus. Wir geniessen die Natur und die Stille.
Zum Mittagessen wählen wir uns einen Punkt an der Sonne. Mit dem Feldstecher studiert der Bergführer den Hang vor dem Galmihorn. Steine überall. Richtung Gonerlilücke das gleiche Bild. Wir sitzen ein wenig länger an der Sonne und steigen danach am Schattenhang ein paar dutzend Höhenmeter auf. Das reicht für ein paar wunderbare Schwünge. Danach zirkeln wir irgendwie um die zahlreichen Steine rum. Die Stille des Tals wird ab und zu von kratzenden Skikanten auf Steinen und die Flüche des Skifahrers durchbrochen.
Dafür endet die Tour und die Woche in einer schönen Beiz in Oberwald. Im Büürli Schiirli gibt’s Kaffe und Kuchen und einen Alpkäse für Zuhause.

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