Der Hafen von Antalya

Ausgangsort für unsere Reise ist Anatalya. Ich habe mir Antalya immer als Ort für Pauschalurlauber vorgestellt.Solche gibt es tatsächlich viele. Mit gutem Grund: Antalya hat einen natürlichen Hafen und die Altstadt wurde aufwändig hergerichtet.

Anreise

Wir flogen ab Zürich mit SunExpress. Der Flug war günstig. Der Komfort und Service dem Preis entsprechend. Die Fahrradmitnahme für CHF 45.- pro Weg klappte problemlos.

In Antalya mieteten wir ein Auto mit CircularHire. Ein Agent der Firma stand am Ausgangs des Flughafens für uns bereit. Der Vermieter meinte uns einen gefallen zu tun an Stelle eines Dacia Lodgy einen Dacia Duster bereit zu stellen. Für zwei Fahrräder im Kofferraum ist der Duster allerdings zu klein. Am nächsten Morgen stand dann im Hotel ein Lodgy für uns bereit.

Trails

Wir waren nur ein Tag in Antalya. Am Nachmittag planten wir einen kurzen Ride in den Bergen südwestlich der Stadt. Die Fahrt bis an den Fuss der Bergketten um die Stadt dauert nur etwa 20 Minuten. Wir erreichten die Trails allerdings nicht. Nach 10 Minuten Pedalen wurden wir vom Regen überrascht.

Unterkunft

Wir übernachteten zwei Nächte im Tuvana Hotel. Das Hotel ist auf mehrere historische Gebäude in der Altstadt verteilt. Die historischen Gebäude wurden sorgfälltig renoviert. Das Personal war freundlich und hilfsbereit. Hier würde ich sofort wieder übernachten.

Essen & Trinken

Wir ergatterten einen Platz in der Vanilla Lounge. Laut TripAdvisor das bestbewertete Restaurant der Stadt. Tatsächlich ist das Lokal geschmackvoll eingerichtet und das Personal freundlich. Das vegetarische Essen ist aber höchstens durchschnichtlich. Keine Empfehlung.

 

 

 

 

 

Israel

Zwischen Arad und dem Toten Meer.

Ab Mitte Oktober ist’s in Mitteleuropa zu kalt für Bike-Ferien. So suchten Tom und ich Rund um’s Mittelmeer eine geeignete Bike-Location für Ferien Anfang November. Zur Auswahl standen Madeira, Marokko, die Kanaren und Israel. Wir wählten Israel. Die perfekte Wahl wie sich heraus stellte.

Das Programm

Tag 1: Ankunft in Tel Aviv
Tag 2: Haifa und Mount Carmel
Tag 3: Shutteln am Menara Cliff
Tag 4: Loop am Menara Cliff
Tag 5: Jerusalem & Arad
Tag 6: Von Arad durch die Wüste an’s Tote Meer
Tag 7: Am Ramon Krater (Makhtesh Ramon)
Tag 8: Masada Festung und Tel Aviv
Tag 9: Nach Hause

Gibt’s da Berge und Trails?

Im November ist in Israel das perfekte Wetter um zu biken. Immer über 25 Grad und trocken. Aber gibt’s in dem Land überhaupt Berge und Trails? Ob’s Berge hat, fanden wir mit Karten raus. Israel ist hügelig bis bergig. Im Norden grenzt das Land an den über 2’800 Meter hohen Berg Hermon. 200 Kilometer südlich liegt das Tote Meet 400 unter dem Meerespspiegel.

Nach ein wenig Recherche fanden wir sababike. Die Firma organisiert Mountain-Bike Trips in Israel. Die Fotos auf der Webseite überzeugten uns: Israel ist ein Mountain-Bike Land.

Trails finden

Wir fanden unsere Trails als GPS-Tracks auf verschiedenen Internetplattformen. Der Jewish National Fund hat verteilt auf’s ganze Land Mountain-Bike Trails ausgeschildert.. Wir sind zweimal markierte Wege gefahren, diese waren für unseren Geschmack fahrtechnisch zu einfach.

Sicherheit

Wir machten uns vor der Abreise viele Gedanken über die Sicherheit. Im Herbst 2015 gab es wiederholt Messer-Attacken im Westjordanland und in israelischen Städten.  Wir sprachen mit Israelis und lasen Nachrichten. Dabei entdeckten wir eine Seite die alle Terror-Attacken in Israel auf einer Karte darstellt. Die Recherchen machten uns kaum schlauer.

Erst nach der Rückkehr haben wir ein kompletteres Bild. Auf dem Land merkten wir nichts von der Gewalt und dem Terror, den das Land seit Jahrzehnten plagt. In der Stadt fielen uns die vielen bewaffneten Sicherheitskräfte und Soldaten auf. Unsicher fühlten wir uns aber nie.

Unsere einzige Sicherheitsmassnahme: wir sind nicht in’s Westjordanland gereist. So mussten wir den Sugar Trail auslassen.

 

 

 

 

Israel
In der Wüste.

Packen. Mit dem Auto an den Flughafen. Auto zurück. Der Teil ist gleich wie überall sonst auf der Welt.

Was in Israel anders ist sind die Sicherheitskontrollen. Jede Ecke unseres Gepäcks wurde auf Sprengstoff geprüft. Vor allem die Fahrräder. Das Personal blieb dabei immer sehr freundlich und äusserst professionell. Dadurch sind die Kontrollen weniger unangenehm als etwa in den USA. Genügend Zeit muss man trotzdem einrechnen. Die Kontrolle der beiden Fahrräder dauerte inkl. Warten fast eine Stunde. In Zürich war der Check-in der Fahrräder in 10 Minuten erledigt.

Nach vier Stunden Flug landeten wir in Zürich. Im Wissen eine grossartige Mountain Bike Destination für uns entdeckt zu haben.

Übersicht

Mountain-Bike Ferien in Israel
Tag 1: Ankunft in Tel Aviv

Tag 2: Haifa und Mount Carmel
Tag 3: Shutteln am Menara Cliff
Tag 4: Loop am Menara Cliff
Tag 5: Jerusalem & Arad
Tag 6: Von Arad durch die Wüste an’s Tote Meer
Tag 7: Am Ramon Krater (Makhtesh Ramon)
Tag 8: Masada Festung und Tel Aviv
Tag 9: Nach Hause

Israel

Die Masada-Festung.

Am zweitletzten Tag gab’s  noch ein wenig Kultur: ein Besuch bei der Masada Festung. Die war wirklich eindrücklich. Besser als ein Tag Mountainbiken? Nicht ganz. Am besten hätten wir eine Tour durch die Wüste geäwhlt die bei der Masada-Festung endet. Biken und Festung.

Fast so gut wie die Festung selbst war bei Tageslicht durch die Wüste und dem Toten Meer entlang zu fahren.

Nach zwei Stunden Festung angucken machten wir uns bereits am frühen Nachmittag auf den Rückweg nach Tel Aviv. Für die Übernachtung hatten wir ein grosses Zimmer im Arbel Suites Hotel gebucht. Das Hotel liegt zentral, die Zimmer sind gross (wenn auch ein wenig altbacken). Das Frühstück war hier besonders gut. Und es gibt Hotel-Parkplätze. Das ist in der Innenstadt von Tel Aviv nicht unwichtig.

Am Abend gingen wir Essen im Big Itsik in Jaffa essen. Ein Ort für Leute mit richtig viel Hunger. Die Portionen sind riesig.

Danach zogen wir durch die Strassen und landeten  im Club Radio. Am Samstagabend (dem equivalent zum europäischen Sonntag) war der Club voller Touris. Es lief irgendwas undefinierbar Elektronisches. Aber die Tatsache, dass wir doch fast 4 Stunden dort tanzten spricht für den Ort.

Übersicht

Mountain-Bike Ferien in Israel
Tag 1: Ankunft in Tel Aviv

Tag 2: Haifa und Mount Carmel
Tag 3: Shutteln am Menara Cliff
Tag 4: Loop am Menara Cliff
Tag 5: Jerusalem & Arad
Tag 6: Von Arad durch die Wüste an’s Tote Meer
Tag 7: Am Ramon Krater (Makhtesh Ramon)
Tag 8: Masada Festung und Tel Aviv
Tag 9: Nach Hause

Israel

Wüstental.

Unsere letzte Tour führte uns zum Ramon Krater (Makhtesh Ramon). Wir folgten dem GPS Track Mizpe Ramon – Khan Be’erot, aber eigentlich war das GPS gar nicht nötig. Der Trail ist Teil es nationalen Mountain Bike Netzes und perfekt markiert. Wir fuhren nicht die ganze Runde, sondern machten am Ende der Section 1 eine lange Pause und fuhren auf Hava Mizpe zurück. Ingesamt waren wir mit langen Pausen etwa 2-3 Stunden unterwegs. Technisch war die Tour am Makhtesh Ramon die einfachste des ganzen Trips. Die Tour war landschaftlich schön, vor allem die Aussicht in’s 500 Meter tiefer gelegene Tal. Trotzdem würden wir beim nächsten mal eine Alternative in einem der vielen Wüstentäler in der Gegend suchen. Oder wir würden uns genügend Zeit für den ganzen Khan Be’erot Trail nehmen. Der ist mit 38 Kilometern – ohne den Rückaufstieg nach Mizpe Ramon – ziemlich lang.

Was uns in der Gegend um Mizpe Ramon fehlte, waren Bike-Tipps. Eine gute Adresse für Tipps ist das iBex Unique Desert Inn Bike Hotel. Das war aber ausgebucht als wir da waren.

Die grösste Herausforderung des Tages war ein Restaurant für’s Abendessen zu finden. Mitzpe Ramon ist ein nicht besonders schönes Touristendorf, so suchten wir ein Sde Boker und in Midreshet Ben Gurion ein Restaurant. Auch weil die beiden Orte näher von unserer Unterkunft lagen. In Midreshet Ben Gurion gibt es zwar ein Pub unbekannter Qualität, das hat aber am Abend vor Sabbat geschlossen. Gleiches gilt für den Mc Donald’s und das Café an einer Tankstelle zwischen Mizpe Ramon und Sde Boker. So fuhren wir fast 30 Minuten von Sde Boker nach Mizpe Ramon und kehrten im Chez Eugene ein. Die Besitzerin ist ambitioniert und das noch junge Restaurant ist bereits gut besucht. Als wir dort waren, mangelte es noch ein wenig an Atmosphäre und das Essen landete kalt auf dem Tisch. Aber das wird vielleicht schon bald besser.

Übersicht

Mountain-Bike Ferien in Israel
Tag 1: Ankunft in Tel Aviv

Tag 2: Haifa und Mount Carmel
Tag 3: Shutteln am Menara Cliff
Tag 4: Loop am Menara Cliff
Tag 5: Jerusalem & Arad
Tag 6: Von Arad durch die Wüste an’s Tote Meer
Tag 7: Am Ramon Krater (Makhtesh Ramon)
Tag 8: Masada Festung und Tel Aviv
Tag 9: Nach Hause

Israel

Tom mit Kamel.

Endlich wieder auf dem Fahrrad. Aber bevor’s wir uns auf dem Weg durch die Wüste machten, gab’s Frühstück im Muza in Arad. Die Wände im ganzen Lokal sind mit Fanschals von Fussbalclubs tapeziert. Das Muza wäre wohl ein bessere Wal für ein Feierabendbier als für ein Frühstück gewesen.

Unser Mountain-Bike Tag begann am Rand von Arad. Dort parkten wir unser Auto um durch die Wüste nach Ein Bokek zu fahren. Der Weg ist nicht ausgeschildert. Wir sind diesem GPS-Track gefolgt. Die Route war perfekt. Die GPS Daten genau. Wir sahen Kamele, eine Berber-Siedlung, ein ausgetrocknete Flusstal. Wir fuhren über Singletrails, hohe Absätze und die sportlich richtig anstrengende Schlussabfahrt über eine Offroader-Piste nach Ein Bokek.

Abschluss des Tages war das Schwimmen im Toten Meer. Viel länger als 15 Minuten ist das zwar nicht lustig, entgehen lassen sollte man sich das aber nicht.

In Ein Bokek bleiben wollten wir nicht. Viel mehr als hässliche Hotels gibt’s dort nicht. Unsere Gastgeberin im Zimmer Mantur hatte uns ein Taxi zurück nach Arad organisiert. Hier die Nummer des supernetten Taxifahrers: +972 50 271 23 00. Die Fahrt von Ein Bokek nach Arad kostete ca. CHF 50.- inkl. Fahrradtransport.

In Arad packten wir unsere Fahrräder in’s Auto und fuhren weiter Richtung Mitzpe Ramon. Irgendwo im Nichts zwischen Sde Boker und Mitzpe Ramon hatten wir auf der Carmey Advat Farm unsere Unterkunft gebucht.

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Mountain-Bike Ferien in Israel
Tag 1: Ankunft in Tel Aviv

Tag 2: Haifa und Mount Carmel
Tag 3: Shutteln am Menara Cliff
Tag 4: Loop am Menara Cliff
Tag 5: Jerusalem & Arad
Tag 6: Von Arad durch die Wüste an’s Tote Meer
Tag 7: Am Ramon Krater (Makhtesh Ramon)
Tag 8: Masada Festung und Tel Aviv
Tag 9: Nach Hause