Mit den Ski von Arosa nach Davos

Der achtuhrnullacht Zug von Chur nach Arosa ist voll für einen Werktag. Es hat geschneit die letzten Tage und heute scheint die Sonne. Am Bahnhof in Arosa bildet sich eine Schlange vor der Rolltreppe zu den Bergbahnen. Wir gehen daran vorbei Richtung Post. Es fühlt sich nicht an wie der Beginn einer Skitour. Zu belebt sind die Strassen, zu gross die Häuser um uns rum. Mit den Skiern auf den Schultern gehen wir Richtung Untersee. Bei der Alten Poststrasse schnallen wir die Skier an und rutschen auf dem präparierten Winterwanderweg Richtung Stausee Isel. Wir fellen an. Weg geht’s vom präparierten Wegen, rein in die Natur.

Wir steigen auf. Querfeldein und manchmal entlang von Forststrassen. Der Himmel ist blau und es ist schon am Vormittag warm. Der Schnee der letzten Tage liegt wie Zucker auf den Tannen und überdeckt den verfahrenen Schnee. Beim Furggabödäli Essen wir zu Mittag.

Wir steigen weiter auf. Das Gelände wird alpiner, der Schnee leichter. Nach rund dreieinhalb Stunden erreichen wir den höchsten Punkt der Tour, die Schutzhütte auf der Maienfelder Furgga. Es windet, doch geschützt von der Hütte ist es warm. Wir essen und studieren das Gelände. Wir müssen Höhe halten um ohne erneutes Anfellen bis zur Stafelalp zu kommen. Schwierig scheint das nicht zu sein.

Doch das Vorhaben misslingt. Nach einer halben Stunde sind wir auf einem Rücken ohne Traversierungsmöglichkeit zu unserem Ziel. Immerhin war die Abfahrt im frischen Schnee eine Freunde. Felle nochmal drauf und hoch.

Nun geben wir sorgfältiger Acht an der richtigen Stelle abzufahren. So richtig Freude am Skifahren kommt nicht mehr auf. Vor der Querung des Stutzibach gäb es zwar noch ein paar schöne Höhenmeter. Doch es ist schon alles vercharet. Die letzten Meter vor der Alp ist der Schnee nicht nur vercharet, sondern auch nass.

Es ist schon später Nachmittag, als wir auf der Stafelalp ankommen. Maik und Cati begrüssen uns mit bester Laune. Ich beziehe das Zimmer. Nienke tankt in der Stube Energie. Hier gefällt es uns. Wir geniessen die Stille auf der Hütte. Cati erzählt ein wenig aus ihrem Leben. Später essen wir eine Fondue und schauen den Lichtern der Pistenfahrzeugen auf der anderen Talseite zu.

Tour auf Strava mit GPX.

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