



Eigentlich wollten wir wie viele wenig erfahrene Berggänger in Zermatt auf das Breithorn. Doch es ist windig in der Höhe. Die Bahnen fahren nur bis zu Trockener Steg. So ändern wir unser Ziel. Wir steigen auf zum Theodulhorn. Auf den ersten Metern fühlt es sich wie ein schlechter Kompromiss an. Wir steigen auf der Piste auf und sind umgeben von Liftinfrastruktur. Wenig Naturerlebnis.
Wir steigen an. Der Wind wird schärfer. Die Sicht schlechter. Der Wunsch nach Naturerlebnis wird weniger. Wir sind froh ist das Häuschen auf dem Furggsattel offen. Mittagessen geschützt vom Wind. Nach der Rast machen mein Bruder und ich uns auf zum Theodulhorn. Etwa hundertfünfzig Höhenmeter Anstieg haben wir noch vor uns. An einem sonnigen Skitag in der Mittagspause in den Skischuhen machbar.Wir gehen am Seil und mit Steigeisen. Schliesslich haben wir das Material dabei und bei einer Schwierigkeit wäre weit und breit niemand, der helfen könnte.
Oben angekommen fühlen wir uns wie grosse Bergsteiger. Alleine weit und breit. Kein menschliches Geräusch. Nur wir zwei. Doch der kalte Wind verdirbt die Freude an dem Moment. Wir steigen schnell wieder ab und machen uns an die eigentliche Herausforderung des Tages: die Abfahrt nach Zermatt bei schlechter Sicht.